Liebesbande – oder – näher ran für mehr Emotion im Bild

Ich konnte einfach nicht widerstehen. Als mir Thomas und Milow, sein kleiner Bolonka-ShihTzu Mix in der Eilenriede Hannover begegneten, war mein Wunsch, die beiden zu fotografieren sofort geweckt. Portraitfotografie von Hunden und ihren Besitzer*innen sind für mich als Naturfotografin eigentlich gar nicht mein Metier, aber mein Bauch sagte mir: „Das darfst Du Dir jetzt auf keinen Fall entgehen lassen! „Tja, WAS eigentlich?“

Ich war gerade dabei im frühen Morgenlicht Waldstimmungen aufzunehmen. Da ich sowohl Makros als auch kleinere Ausschnitte der Landschaft fotografieren wollte, hatte ich nur mein 100mm Makroobjektiv dabei. Nun, nicht so unbedingt die beste Wahl für Portraitfotografie, aber egal. Ich wollte Thomas nicht so lange aufhalten und entschied mich schnell für die Bildeinstellungen.

1) Das Originalbild: ISO 1.600 mit 1/640 Sek. bei Blende 3,5.

Alles nicht so einfach.

Das Problem bei einer langen Brennweite von 100 mm ist: Freistellungen vor dem Hintergrund gelingen bei offenen Blenden wie f1,4 bis f3,5 wunderbar. Aber je offener die Blende ist, desto geringer fällt die Schärfentiefe aus, insbesonderer je näher das Motiv an der Linse ist. Will man nun zwei Gesichter so fotografieren, dass sie scharf sind, müssten sie beide auf der gleichen Schärfeebene sein.

Tja, und der große Monitor zu Hause zeigte es dann deutlich: Das ist mir leider nicht gänzlich gelungen. Thomas Gesicht ist perfekt scharf, die Nase von Milow ist allerdings ein Tickchen unscharf geworden. Für den Anfang war ich hiermit aber ganz zufrieden, nicht jedoch mit der Bildwirkung.

2) Auch nach dem Bildbeschnitt drückte das 3:2-Format nicht das aus, was ich an Emotion wollte.

Warum nicht?

Als ich Thomas und Milow zusammen sah, spürte ich sofort eine tiefe Verbundenheit zwischen ihnen. Das, was mich bewegte, sie unbedingt fotografieren zu wollen, waren die Blicke zwischen ihnen. Diese Intimität, das innere Band ihrer Zuneigung. Genau dieses Gefühl sollte auch mein Bild vorrangig zeigen.

Das Originalbild im 3:2-Format war nicht schlecht, aber entsprach nicht dem, was ich wollte. Auch nicht nach dem korrigierenden Bildbeschnitt. Zu viel Distanz. Also wählte ich das 4:3-Format, um den Fokus stärker auf beide zu setzen und mehr von dem unwichtigeren Hintergrund zu entfernen.

3) Bei Hochkantbildern empfinde ich das Format in 4:3 harmonischer als das schmalere 3:2.

Das Ergebnis gefiel mir schon recht gut, aber geht da nicht noch mehr? Noch mehr Intimität? Noch mehr Fokus auf den Blick? Also noch näher ran und mutig weiter beschneiden.

4) Der leichte Beschnitt der Motive auf beiden Seiten erzeugt beim Betrachter mehr Nähe.

Eigentlich hätte ich hier den Entwicklungsprozess stoppen können. Ich mag den Bildausschnitt sehr. So nah dran, dass die Intimität des Blickes spürbar ist. Und so weit weg, dass man noch die beiden Motive und die Situation vollständig erfassen kann. Aber lenken die Füße nicht irgendwie ab?

5) Füße weg und noch weiter ran. Konzentration auf den Blick.

Näher ging es dann aber wirklich nicht. Doch irgendwie passte jetzt das 4:3-Format in Hochkant nicht mehr so ganz. Der Bereich des Hintergrunds oben rechts war mir zu dominant, zu viel Bildanteil. Problem: Ich konnte den Bildauschnitt nicht weiter nach unten verschieben, da dann der Waldboden zwischen den Beinen von Thomas sichtbar werden würde. Das hätte störend gewirkt.

Warum dann nicht mal das Quadrat als Format auswählen? Ist zwar für Portraitaufnahmen eher weniger üblich, aber experimentieren lohnt immer.

6) Perfekt: Der Blick sagt mehr als 1000 Worte.

Ja, das ist es jetzt! Liebesbande.

Das Bild mit dem extrem engen Bildauschnitt fokussiert nun ausschließlich auf genau die Emotion, die den Wunsch bei mir geweckt hatte, Thomas und Milow zu fotografieren. Zugleich entsteht das Gefühl, hautnah an einem ganz intimen Moment teilhaben zu dürfen.

Die beiden Gesichter in der Diagonalen sind harmonisch angeordnet. Der weiße Bart von Thomas und die weißen Haare von Milow verstärken den Eindruck ihrer Verbundenheit noch zusätzlich.

Einschränkungen wie ein starres 16:9 Format sind manchmal gute Kreativitätsbooster.

Für das Beitragsbild mit seiner festgelegten Größe musste ich mir dann noch etwas anderes überlegen, um mein Ziel zu erreichen. Da habe ich im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich viel herumdrehen müssen, bis ich zufrieden war.

Aber das Foto wirkt dennoch distanzierter als die anderen. Wahrscheinlich weil die Perspektive von leicht oben erscheint und nicht auf Augenhöhe. Schon erstaunlich, wie stark der Einfluss unterschiedlicher Bildauschnitte von ein und demselben Foto sein kann, oder?

Nun bin ich neugierig: Geht es Euch mit den Wirkungen der Bildern ähnlich wie mir und teilt Ihr meine Gedanken? Oder ist Euch der Bildauschnitt von Bild 5 und 6 zu extrem?

Abschließend noch ein großes Dankeschön 🙂 an Thomas für die Erlaubnis zur Aufnahme und Veröffentlichung der Bilder!

Images and Text © Simone Foedrowitz (F O T O H A B I T A T E). All Rights Reserved.

54 Comments

  1. Such a beautiful friendship! I very much like Photo No. 3 but I enjoyed all of them of course.

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    1. Thank you for your comment and opinion, Liz. Yes, they are both a really intimate pair. Beautiful to watch!

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  2. Wunderbar erklärt und nachvollziehbar. So viele Fragen hätte ich mir nie gestellt. Aber es lohnt dies zu tun. 🙂
    Da habe ich mal wieder etwas dazugelernt. Für mich als ‚dilettantischem‘ Knipser fängt es schon mit der Frage an, was will ich eigentlich mit dem Bild ausdrücken und warum spricht mich dieses Motiv in dem Moment gerade an. Viel zu selten, dass ich mir solche Fragen stelle, bevor ich auf den Auslöser drücke. Zu den Fragen, welches Format und welcher Bildausschnitt komme ich erst gar nicht. 😠
    Danke schön fürs teilhaben lassen an deinen Gedanken und deinem Gestaltungsprozess.

    LG, der WoMolix war da 😉

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    1. Dein Feedback freut mich sehr! Schön, dass ich Dir Anregungen geben konnte. Ich denke je öfter man sich diese Fragen bei der Fotografie stellt, so selbstverständlicher werden sie mit der Zeit. Dankeschön fürs Dagewesensein! 😊

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    2. Ja, es ist mit Sicherheit eine Übungssache sich die richtigen Fragen zu stellen, bevor man auf den Auslöser drückt. Wenn man dann das Ergebnis vor Augen hat, sollte man sich fragen ob es das ausdrückt was man ausdrücken wollte. Nun habe ich bei dir gelernt, das dann die nächste Frage heißt, wie kann ich das was ich ausdrücken wollte durch Nachbearbeitung hervorheben oder noch besser darstellen kann.
      Du merkst schon, ich bin ein Reiseknipser,😉😉😉 aber ich versuche mich weiterzuentwickeln. 😉😉😉

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    3. Diese Haltung finde ich gut! Ich bin der Ansicht, ausnahmslos jeder sollte sich weiterentwickeln, einfach auch weil es Spaß macht.
      Und teilweise bringt es Seiten von einem zum Vorschein, von denen man vielleicht anfangs gar nichts wusste. So ist Hundefotografie für mich Neuland. Und es war das erste Mal, dass ich jemanden Wildfremden um ein Foto von sich gebeten habe. 😏 Ich bin da eher zurückhaltend. Mit dieser Erfahrung habe ich einiges dazugelernt. Und es hat dabei auch noch viel Spaß gemacht. Ebenso wie das Schreiben dieses Artikels und das Lesen Eurer Kommentare. 😊

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    4. Super, du erhälst meinen vollen Respekt. Du tust was du liebst und betrittst mutig Neuland. 😀😉

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  3. Ja, schon echt spannend, wie sich die Wirkung eines Fotos verändert durch einen anderen Bildausschnitt. Ich fummel da auch oft viel herum und bin manchmal überrascht, dass mir ein Foto durch eine „Zufallsbeschneidung“ z.B. bei Instagram (wo ja erst mal alles qudratisch wird) plötzlich viel besser gefällt als mein ursprünglich gewählter Ausschnitt. Ich finde Bild 4 am besten. Bei den folgenden Ausschnitten geht mir der Hund ein wenig verloren. Liebe Grüße, Andrea

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    1. Danke Andrea für Deine Meinung und Erfahrungen!
      Das mit dem Beschnitt geht mir häufig so und hat manches Bild schon vor dem Löschen gerettet. Manchmal kann man eben technisch bedingt nicht sofort den richtigen Bildausschnitt wählen. Aber ist ja hinterher dann richtig spannend, was so an Wirkungen rüberkommen kann.
      Ja, Nr 4 ist auch mein Favorit, insbesondere wenn es um die Langlebigkeit einer Fotografie geht. Die mit dem starken Beschnitt könnten mit der Zeit vielleicht ein wenig penetrant wirken. Und ja, bei dem süßen Kleinen ist bei zu viel Beschnitt tatsächlich nicht mehr ganz so viel übrig. 😉

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  4. Liebe Simone, mir gefallen alle Bilder. Der Blickkontakt ist wunderbar und mit näher ran natürlich besonders intensiv wirkend. 🙂🐶
    Liebe Grüße Ariana

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    1. Ja, das geht mir sehr ähnlich. Vielen Dank für Dein Statement, liebe Ariana!

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  5. Reine Ansichtssache. Jeder sieht das anders und das ist gut so. Mich spricht Nr. 5 am meisten an und trifft es für mich auf den Punkt.
    LG Jürgen

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    1. Dankeschön Jürgen für Deine „Punktlandung“! Gerade bei solchen emotionalen Bilder gehen die Ansichten tatsächlich weit auseinander. Das bestätigen auch die Kommentare zu diesem Post.

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    2. Ist doch gut so.

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  6. Wir finden die letzten Bilder hart am Rande des Kitsches, mehr als das Originalbild.
    Danke fürs Zeigen der unterschiedlichen Wirkungen des Formats
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

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    1. Erstaunlich, wie unterschiedlich doch die Empfindungen sind!
      Ich frage mich allerdings, ob ein und dasselbe Motiv nur alleine dadurch kitschiger werden kann, weil man von ihm weniger sichtbar macht?
      Wenn ich nun mit einem Supertele die beiden Protagonisten so dicht fotografiert hätte, dass als Resultat diese engen Ausschnitte wie in den Bildern 5 und 6 entstanden wären, ist dann mein Blick im eingeengten Sichtfeld per se kitschig?
      Wenn das so ist, dann scheine ich – wenn man Kitsch so definieren mag – diesem tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes sehr zugeneigt zu sein. 😉
      Wichtig zu wissen ist auch, dass ich für das Foto null Anweisungen gegeben habe, Thomas zu seinem Hund allerdings genau jene Haltung intuitiv angenommen hat, die ich an beiden bemerkte, bevor ich ihn ansprach. Insofern ist das Bild nahezu aus dem Leben gegriffen.
      Vielen Dank für die ehrliche Meinung, auch wenn ich sie in dieser Form nicht zu teilen vermag!

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    2. Es gibt eine klare Definition von Kitsch von der Rezeptionstheorie, bes. Mukarovsky und Prager Neo-Strukturalismus: Kitsch ist die Erfüllung des Erwartungshorizont der Rezipienten. Es haben sich übrigens viele auch Ästhetiktheoretiker Gedanken über Kitsch gemacht. Manche gehen auf Hegels Ästhetik zurück.
      Warum ich die betr. Bilder kitschig nannte, da man solche Aufnahmen in so manchen Hausfrauenkalender findet.
      Wir bloggten über Schönheit und Hässlichkeit
      https://fabfourblog.com/2021/01/12/beauty/ über Schönheit und über Hässlichkeit
      https://fabfourblog.com/2021/02/23/ugliness/
      Alles Gute
      The Fab Four of Cley
      🙂 🙂 🙂 🙂

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    3. Ja, ich kann mich an die sehr informativen Beiträge erinnern. Sicher ein guter Tipp zur Vertiefung.
      Sollte ich dieser Definition von Kitsch folgen (ich habe gelesen es gibt so manche unterschiedliche Definitionen insbesondere auch kulturell bedingt), finde ich es durchaus sogar erstrebenswert, mit manchen Fototografien die Erwartungen der Rezipienten zu bedienen.
      Nicht ausschließlich natürlich, denn ich möchte nicht auf die reine Erfüllungsgehilfin reduziert werden, da ich das nicht bin.
      Mein Wunsch ist eben auch Neues in Altbekannten zu suchen und zu zeigen, zu inspirieren und anzuregen. Alles zusammen, getreu dem Motto meiner Webseite „Meine Leidenschaft ist Vielfalt“.
      Und dabei würde ich es dann auch überhaupt nicht schlimm finden, in einem so genannten „Hausfrauenkalender“ zu erscheinen. Wenn ich zum Foto stehe und gleichzeitig die Käufer*innen diese Art von Fotografie mögen, es sie erfreut, warum dann nicht?
      Aber wie vorhin geschrieben: Das Foto mit Thomas und seinem Hund ist nicht gestellt. Insofern passt der Zusammenhang mit Kitsch für mich hier irgendwie nicht richtig. Es bildet im Originalbild das ab, was ich an jenem Morgen gesehen habe.
      Die Reduziertheit desselben Bildes auf den reinen Blickkontakt wie in Bild 5 und 6 könnte aber tatsächlich auf Dauer ein wenig penetrant erscheinen.
      Ebenfalls alles Gute zurück.

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    4. Es ist ja auch davon abhängig, ob man seine Fotografie als Kunst betrachtet oder nicht, z.B. als Dokumentation. Meine Bemerkung bezieht sich auf Fotos unter dem Aspekt von Kunst betrachtet. Ob das Foto gestellt ist oder nicht ist da irrelevant.
      Danke für die interessante Diskussion
      The Fab Four of Cley
      🙂 🙂 🙂 🙂

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    5. Ja, unter dem Aspekt Kunstanspruch stimme ich Dir zu. Aber das war mit diesem Post und dem Bild nicht der Anspruch!
      Danke für Dein reges Interesse 😊

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  7. Die Zuneigung der Beiden ist sichtbar von Anfang an. Ein tolles Team. Eine geniale Arbeit von dir.

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    1. Vielen Dank für Deine Meinung und das Kompliment. Die beiden waren aber auch eine herrliche Vorlage!

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  8. Interessant, diesen Bildschnitt-Prozess so mitzuerleben. Meist sieht man ja nur das fertige Bild. Die Stimmung in den verschiedenen Versionen ändert sich tatsächlich, auch wenn ich diese Änderungen nicht genau benennen kann. Für mich ist das Quadrat die beste Lösung. Hier stimmt die Nähe der beiden, ihre emotionale Bindung spürt man besonders. Das Quadrat wird allgemein eher unterschätzt in seiner harmonischen Wirkung.
    LG Franz

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    1. Danke Franz für Deinen Kommentar und Deine Wahl. Ich mag auch sehr gerne das Quadrat, wobei nicht alles funktioniert. Geht es abet um Harmonie passt es eigentlich oft wunderbar!
      Übrigens gefällt mir auf Deinem Blog die neue Serie Deiner tiefgehenden Gedanken zusammen mit den Bilder ausgesprochen gut! Ich mag solche Weiterentwicklungen oder Experimente, statt immer dieselbe Schiene zu fahren.

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    2. Danke Simone für deinen Kommentar zu meinen neuen Beiträgen. Ich bringe damit zwar mein bisheriges Konzept durcheinander, aber wie Du schon sagst, braucht man von Zeit zu Zeit neue Impulse. Man sagt ja oft, ein Bild erzähle eine Geschichte. Aber ich denke, das tut es doch nicht immer so wie gewünscht. Mir waren meine früheren Beiträge auch oft zu karg. Jetzt versuche ich, meine Bilder (auch ältere) mit meinen Gedanken zu umrahmen. Ich weiss noch nicht, wohin das führt.
      Liebe Grüsse, Franz

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    3. Aber das ist doch auch das Schöne an künstlerischen Tätigkeiten! Neue Wege…

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  9. Mir gefällt Nr. 4 am Besten! Warum, weil hier durch die Vergrößerung jedoch die Beiden in den originalen Positionen beibehalten sind! Genau da wird für mich deutlich, wie innig die Beziehung der Beiden ist!
    Aber letztendlich ist es wie in der Kunst, immer im Auge des Betrachters!
    Liebe Grüße Babsi

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    1. Auch Dir ein Dankeschön für Deinen Kommentar und Deine Wahl!
      Die Nr. 4 ist denke ich tatsächlich auf lange Sicht ein Bild, was man sich nicht so schnell übersieht. Alles im Blick, Proportionen stimmen, Emotion kommt dennoch rüber. LG zurück

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  10. While I typically don’t like the square format (because it typically spreads, rather than narrows, the focus), I think it worked extremely well in this case. The triangle formed by the two faces and the hand are balanced very well within the square boundary. I also like the 16:9, again because it emphasizes the angled gaze between the two faces. Great models, and really interesting exploration of cropping – thanks!

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    1. I am very pleased that the square is so appealing to you. It doesn’t always fit, but especially to convey the feeling of harmony it is a good choice.
      And the 16:9 actually has something special somehow ☺️
      Thank you for your comment and rationale, Sam!

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  11. Liebe Simone,
    ja, der Ausschnitt und das Bildformat sind für die Bildwirkung natürlich wichtig, aber eben nicht die einzigen Faktoren. Bei Bild 6 hast Du mir eindeutig zu viel abgeschnippelt. Die Idee des diagonalen Bildaufbaus finde ich gut, doch sind beide, Hund unf Herrchen, zu sehr in die Ecken gequetscht. 4 finde ich gut, 5 könnte, Deiner Idee folgend, oben noch einen minimalen Beschnitt vertragen.
    Was mich am Bild stört, unabhängig vom Format, sind die unscharfen Äste im Vordergrund, die würde ich wegstempeln.
    Liebe Grüße,
    Horst

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    1. Da spricht der Fotograf! 😊 Ja, der Beschnitt ist hart an der Grenze, wobei ich den gewählten Ausschnitt dennoch irgendwie sehr interessant finde. 5 ging aus beschriebenen Gründen nicht. Ja, 4 ist für mich auch das „langlebigste“ Bild in dem Sinne, dass ich es auch länger anschauen möchte, ohne dass es irgendwann penetrant wirkt.
      Was die unscharfen Äste im Vordergrund angeht, stimmt. Das könnte perfekter sein. Aber andererseits war es der spontane Augenblick und wann ist der perfekt? Vielleicht würde das Bild ohne diese Fehler gar zu gestellt wirken?
      Danke Horst für Deine konstruktive Sicht auf die Dinge!
      LG zurück

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  12. Liebe Simone, da hast du mir ja eine Aufgabe gestellt. Na denn – zunächst einmal finde ich das Ausgangsbild schon mal ganz gut gelungen, Makro Objektiv halt. Der Schnitt – ich scrolle hin und her. Ich mag es eng, das schon, aber hin und weg bin ich gleich vom ersten Bild. Du hast uns auf eine Bilderreise geschickt und doch ist der erste Blick der beste Blick und Schnitt. Die störenden Zweige sind weg, Blicke im Gleichklang, nichts lenkt ab, die angeschnittene Hand stört nicht.
    Perfekt
    Und liebe Grüße gibts dazu von
    Maren

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    1. Liebe Maren, Danke für Dein Feedback! Freut mich, dass Dir das Beitragsbild so gefällt! Hat tatsächlich was! Und beweist für mich mal wieder, Restriktionen in der Fotografie als guten Impulsgeber für neue Sichtweisen zu sehen. Dir ein schönes Wochenende!

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  13. Danke für den Einblick in Dein Fotografenhirn, liebe Simone. Man spürt beim Lesen, wie sorgfältig Du die Alternativen erwogen hast. Persönlich schwanke ich zwischen Bild 2 und 3. Ich finde es schön, etwas mehr vom Hintergrund zu sehen als in Photo 3, aber mir gefällt das hochkantige Format etwas besser.
    Lieben Gruß,
    Tanja

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    1. Liebe Tanja, Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast für eine persönliche Auswahl! Ich mag das Hochkantformat für diese Situation auch sehr! Viele Grüße und ein schönes Wochenende!

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    2. Das wünsche ich Dir auch!

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  14. Alle Bilder haben was – da hast du wirklich im richtigen Moment „zugeschlagen“ 🙂 – aber Nr. 4 und das letzte gefallen mir am Besten. Das letzte finde ich persönlich noch mal sehr schwungvoll. Da bildet sich so eine Diagonale im Bild, wie der Mann zu seinem geliebten Hund blickt und der zu ihm und zusammen mit dem etwas ungewöhnlichen Format bekommt das alles noch mal eine besondere Dynamik. Die Verbindung der beiden wird durch das Foramt unterstrichen. Sehr schön. Du hast Recht, man sollte auch noch mal kreativ an die Nachbearbeitung rangehen. Danke für deine Gedanken und die schönen Bilder 🙂

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    1. Liebe Almuth, auch Dir herzlichen Dank für das Votum! Unter dem Aspekt der Langlebigkeit eines Bildes (also wie lange mag ich mir das ansehen?) bin ich bei Deiner Auswahl voll dabei!
      Bei Bildern, die man ggf. löschen möchte, weil sie dann vom Blickwinkel doch nicht so dem entsprechen, was man sich vorgestellt hat, lohnen Experimente mit dem Bildausschnitt sehr!
      Dir ein schönes Wochenende!

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    2. Danke, daß wünsche ich dir auch. Gießen mußt du dieses Jahr nicht so viel und ich auch nicht 🙂

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    3. Ja, ein Segen! Aber die Vegetation braucht den Regen doch sehr, insbesondere die Bäume.

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    4. Ja, allerdings. Ich habe jetzt HOffnung, daß uns ein paar Bäume noch etwas länger erhalten bleiben.

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  15. Ja, es ist spannend, wie nah sich die beiden kommen, wenn du die Ausschnitte immer mehr aufs Eigentliche fokussierst. Für mich schlägt dieser Eindruck allerdings allein durch das rechteckige Format im letzten Bild um. Herzlich, Petra

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    1. Vielen Dank Petra für Dein Feedback! Ich mag das 16:9 Bild, weil es originell ist. Doch hinsichtlich der Nähe sehe ich es genauso. Der scheinbare Blick von oben des Betrachters vermindert die gewünschte Emotion.

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  16. I found this very interesting to think about and see the different versions. I understand how cropping can emphasize the intimate affection communicated between the man and the dog. However, I like the original photo as I found that the larger context of the bright woodland made their togetherness more noticeable and seem more spontaneous – even in such an expanse they choose to be focused entirely on each other. Also their posture, the way they orientate their bodies to each other – the man crouching down to the relatively little dog who is lifting its face to him is engaging when seen in full. Also, thinking about it, I like the way the diagonal line from the top of the man’s hat down his arm and down the back of the dog is parallel to the line of their gaze. Interesting!

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    1. The contrast of open landscape and the close gathering together with the diagonally facing posture emphasizes the close connection. True! That is an really interesting aspect you mention seeing both in a larger context. Thank you Carol for your comment!

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    2. I really enjoyed the photo and the interaction between person and dog.

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  17. Comments are closed on the previous post but I wanted to tell you that I enjoyed it. Your points about why to use black and white are excellent, as are the photos! I love the fern and the final two flowers but of course, they’re all interesting. I found when I used a feature on my camera that allowed me to see the scene in black and white, I was able to see the composition much better – and the exposure, too.

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    1. I think this feature of the camera can help you take better pictures in black and white in the first place. But so far I use it too little and like to be surprised in the development process (I love it 😊)
      Thank you for your comment!

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  18. I actually find the first two photos more interesting. Since I can’t really see much of the man’s face or the dog’s face, it doesn’t really help me understand their bond when I’m closer. There’s very nice body language in the first two, plus you get the idea from the background that they enjoy each other outdoors in the woods.

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    1. I also like the somewhat cropped original image, also for the reasons you describe.
      But for the focus on the intensive look between the two that appealed to me so much, the long shot didn’t satisfy me. Too much distracting elements.
      Thanks to you too for your interesting thoughts, Lynn!

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  19. ciao, buon weekend

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