Es muss nicht immer Mohn sein

Es geht fast nichts über Mohnfelder mit Hunderten von orangefarbenen Blüten. Aber ist dieses Feld mit blühendem Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa) nicht mindestens genauso schön? Der Kontrast mit den hellgelben Gräsern, diese filigrane Leichtigkeit. Das ist die Verheißung von Sommer. Wenn der Wind über die langen Halme bläst …

gleiten Wellen über das Feld. Für mich die reinste Meditation. Da kann ich stundenlang nur zuschauen und mich erfreuen. Und wer genauer hinschaut, entdeckt mittendrin auch eine kleine Ausreißerin. Die hat es unter der Konkurrenz aber nicht leicht.

Denn während der Sauerlump – so wird das Wildkraut in Sachsen auch genannt 🙂 – es gerne feucht und sauer hat, bevorzugt der Mohn eher einen trockenen und kalkhaltigen Boden.

Man kann den Sauerampfer im Salat essen oder ähnlich wie Spinat zubereiten. Er ist reich an Vitamin C, hat aber auch wie Spinat viel Oxalsäure. Also man sollte nicht zuviel davon essen. Letztes Jahr hatte ich im Garten Blut-Ampfer. Das ist ein Verwandter des Sauerampfers, dessen grüne Blätter mit roten Adern durchzogen sind. War sehr lecker.

Habt Ihr den Sauerlump schon mal gekostet?

34 Comments

  1. Das erste Foto illustriert Deine Worte perfekt. Den Begriff Sauerlump (obwohl Sachse) kannte ich noch nicht 😀

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    1. Ich musste wirklich grinsen über den Ausdruck! 😀

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  2. Gekostet habe ich Sauerampfer noch nicht, sieht aber sehr schön aus.

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    1. Ja, das finde ich auch. Bei Gelegenheit gibt’s mal ne Detailaufnahme. Als „Wischermotiv“ macht er sich auch ganz gut.

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  3. Sauerlump – schönes Wort. Ja, den naschen wir manchmal, fast genau so gerne wie den Sauerklee.
    Schöne Bilder. Niedlich, dass sich in Bild 1 zwei Mohnblüten hineingeschummelt haben, als wollten sie in Wettbewerb treten.
    Liebe Grüße
    Ines

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    1. Du hast sie entdeckt!! 😊 Ich mag diesen leicht säuerlichen Geschmack auch. Darf das ganze Mahl nur nicht zu sehr beherrschen. LG zurück!

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  4. Wir leben hier auf kalkigen Boden in einer Mohngegend, deswegen heißt unser Gebiet nach einem Roman auch ‚Poppyland‘. Solch rote Sauerampferart haben wir noch nicht gesehen.
    Uns gefällt die Grafik des Bildes, die leicht nur gewellten Linien.
    Danke fürs Teilen
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

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    1. Poppyland gefällt mir genauso gut wie Sauerlump! Ich habe so ein großes Feld mit Sauerampfer zuvor auch noch nicht gesehen. Immer nur einzelne Bestände. Jede Menge „Hasenkost“ 😉 LG zurück

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    2. „Poppyland“ is a novel by Clement Scott (19. Jh.). So wurde unsere Gegend seit dieser Zeit genannt, da hier alles voller Mohnblumen ist. Hier wird auch Mohn zu medizinischen Zwecken angebaut. Der violette Opiummohn wie auch der rote Klatschmohn wachsen an der Küste Nord Norfolks als invasives Unkraut.
      Sauerlump finden wir ein tolles Wort, das wir nie zuvor hörten. Du wohnst also im Sauerlumpland.
      Mit lieben Grüßen vom Meer
      The Fab Four of Cley
      🙂 🙂 🙂 🙂

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    3. 😀 Der Begriff Sauerlump ist wohl eher nur im Bundesland Sachsen und Umgebung gebräuchlich. Als Niedersächsin habe ich zwar Sachsen im Namen, wohne aber nicht ganz im „Sauerlumpland“. Wobei ich beschlossen habe, dieses exquisite Wort ab jetzt in meinen Wortschatz aufzunehmen.
      Danke für die Information über Euer „invasives Poppyland“ 😉

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    4. Wir wohnen ebenfalls in einem Land, dessen Bewohner die Sachsen im Namen haben. Obwohl in unserer Gegend weniger Angelsachsen prägend waren als die Wikinger. Nord Norfolk war im Frühmittelsalter Wikinger-Hochburg.

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  5. What an interesting plant Simone, thanks so much for joining the challenge!

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    1. Thank you Tina!

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  6. Ein wunderbares erste Bild, welches auch ohne Wind eine meditative Wirkung entfaltet. Vor Ort würde ich mich unbedingt neben dich stellen und genießen.

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    1. Gerne! Da war genügend Platz frei! 😊

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  7. Deine Bilder sind wunderbar, liebe Simone. Der Sauerampfer war mir nicht geläufig, und ich kann mich nicht erinnern, jemals so ein Feld gesehen zu haben.

    Deinen vorherigen Beitrag habe ich auch sehr genossen (für Kommentare leider geschlossen). Da ich so ein Vogelhirn bin, könnte ich auf dieser Insel wahrscheinlich Tage verbringen. Schade, daß es die ganze Zeit geregnet hat, aber darauf hat man ja keinen Einfluß. Es ist gut, daß der Besucherandrang kontrolliert wird, denn ich kann mir vorstellen, daß man sonst übereinander stolpern würde, besonders in der Näher der Klippen, wo die brütenden Vögel zu sehen sind.

    Ich hoffe es geht Dir gut.
    Liebe Grüße,
    Tanja

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    1. Freut mich, dass Dir beide Beiträge zusagen, liebe Tanja!
      Ich wäre auch sehr gerne auf Handa Island länger geblieben. Trotz Regen oder vielleicht gerade deshalb ein einprägsames Erlebnis.
      Das Sauerampferfeld hat mich auch sehr beeindruckt. Anfangs wusste ich nicht, welche Pflanze ich da eigentlich vor mir hatte!
      Ansonsten geht es mir gut. Der Sommer hat Einzug gehalten und durch den vielen Regen ist alles saftig grün und blüht in allen Tönen. Einfach toll! Ich hoffe, es geht Dir ähnlich! LG zurück

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    2. Es freut mich sehr, von Dir zu hören, liebe Simone. Schön, daß es Dir gut geht und Du Deinen Sommer genießt.

      Bis auf einige Zahnprobleme geht es mir auch gut. Wir hatten einen kühlen und nassen Frühling, doch leider scheint der Sommer heiß und trocken zu werden. Aber momentan ist alles grün oder es blüht, und früh am Morgen oder spät am Abend ist es draußen angenehm.

      Laß es Dir gut gehen und sei herzlich gegrüßt,
      Tanja

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    3. Das freut mich zu hören! Genieße die Zeit!

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  8. Wunderschön eingefangen die Farben des Ampfers! Ich liebe ihn auch, dieses schöne rot, und wenn er sich dann über die Felder zieht, schwelg. Sauerlump ist auch für mich neu, haha, köstlich! Als Kind habe ich ihn gerne von der Wiese genascht, heute ist er mir fast zu sauer. Jetzt bewundere ich seine Blüten 🙂

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    1. Ja, der Lump 😁 hat was! Tritt gut in Konkurrenz mit Feldern voller Mohnblüten.

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  9. Jepp – hier im Teufelsmoor geradezu allgegenwärtig. allerdings man muss sich beeilen, wenn man noch Sauerampferwiesen sehen will – es wird gemäht wie verrückt.
    Grüsslies
    Maren

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    1. Die Fotos kommen aus Deiner Ecke. Sind etwas älter 😏

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    2. 😉
      Schönes Wochenende

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    3. Dito 🌞

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  10. Endlich mal ein anderes Bild als die hunderten Mohn Fotos die überall erscheinen. Verstehe mich nicht falsch, Mohn ist schön, aber zu viel ist zu viel. Deine Sauerampferwiesen sind eine willkommene Abwechslung und besonders gelungene Bilder. Und Sauerampfer liebe ich so sehr, schmeckt immer erfrischend.

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    1. Da hat dann ja mein Beitragstitel genau gepasst! Dein Kommentar freut mich sehr, liebe Greta, denn das war meine Absicht! Isst Du den Sauerampfer roh oder auch gekocht?
      LG

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    2. Ich esse es immer gekocht zB. bei Aal, Fisch oder in Kartoffelpüree und dann ein Spiegelei dazu. Roh habe ich Sauerampfer noch nie gegessen, soll,ich mal versuchen.

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    3. Danke! Im Karoffelbrei werde ich es auch mal probieren. Hört sich gut an.

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  11. I’ve heard of Rumex and I know it can be eaten but I didn’t realize that there are many different species. A few are native here but they aren’t as colorful as R. acetosa. Some colorful species from Europe grow wild here along roadsides – I was just noticing how pretty they were a few days ago, growing with yellow and white mustard plants in an agricultural region. Your first photo is so beautiful, like a dream. 🙂

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    1. Thank you! Your information are very interesting, Lynn. I didn’t know that there are many different species.
      It’s an interesting plant.

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  12. Das Foto ist Meditation Neue Worte für mich entdeckt. Sauerampfer probiere ich mal aus.

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    1. Das freut mich zu lesen!

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